Geschichte der Neuen Schwärze und Zukunftsperspektiven

Geschichte der Neuen Schwärze Zukunftsperspektiven


Im Jahre 1963 liess die Schulbehörde von der ETH Zürich ein Konzept für den Ausbau der Schulen in Weinfelden ausarbeiten. Die Studie empfahl, schrittweise von der zentralen Gemeinde-Primarschule (Pestalozzi- / Thomas-Bornhauser-Schulhaus) zur dezentralen Quartier-Primarschule überzugehen.

Als Folge dieses Konzeptes wurden 1968 das Paul-Reinhart-Schulhaus für den Süden und 1972 das Martin-Haffter-Schulhaus für den Osten Weinfeldens errichtet. 1975 kam es zur Abstimmung über eine Landbeschaffung für das noch zu erstellende dritte Primarschulzentrum im Nordwesten, eben im Gebiet der Schwärzi.  Aufgrund gestiegener Raumbedürfnisse hätte in absehbarer Zeit dann auch die Schulanlage entstehen sollen. Die Vorlage umfasste ein Gebiet von über 6000 m² (heute Einfamilienhausquartier Hofackerstrasse westlich der Magdenaustrasse). Sie wurde aber mit dem knappsten Ergebnis von 1549 Nein zu 1541 Ja abgelehnt. Der ehemalige Schulsekretär Otto Enz erzählt noch heute, dass er das einfach nicht glauben wollte und mehrere Male nachgezählt habe.

Dieses knappe Ergebnis veranlasste 352 Stimmberechtigte zur Einreichung einer Initiative mit dem Begehren, diese Landbeschaffung erneut dem Stimmvolk vorzulegen. Tatsächlich kam diese zweite Vorlage, leicht verändert, bereits ein halbes Jahr später vors Stimmvolk. Es konnte getrennt über den Kauf zweier verschiedener Parzellen à ca. 6000 m² abgestimmt werden. Die Stimmbürger konnten sich so für eine mittelfristige (Land für 6-Klassen-Schulanlage) oder langfristige (Land für eine 12-Klassen-Schulanlage) Planung entscheiden. Doch auch diese Vorlage wurde 1976 abgelehnt (Parzelle 105 mit 1050 zu 890 Stimmen / Parzelle 102 mit 1115 zu 825 Stimmen), obwohl es nur um eine Landsicherung und noch nicht um den Bau einer Schulanlage ging. Einer der möglichen Gründe ist sicher die Tatsache, dass sich damals ein starker Geburtenrückgang abzeichnete. In der Folge wurde das zur Diskussion stehende Land umgezont und anderweitig veräussert. Es entstand das Einfamilienhausquartier Hofackerstrasse-West.

Was der Schulgemeinde blieb, war die Parzelle Nr. 95 (3266 m²), auf welcher heute die neue Schulanlage steht. Diese wurde bereits 1970 erworben, war aber zu klein für die Errichtung eines vollständigen Schulzentrums. Trotzdem kam 1985 infolge gestiegener Schülerzahlen und neuer Raumbedürfnisse, sowie einem drohenden Rückkaufsrecht auf der erwähnten Parzelle das Projekt einer Kleinschulanlage Schwärze vors Stimmvolk. Im Frühling 1987 konnte dann die heutige Neue Schwärze (ungefähre Baukosten 2 Mio Fr.) bezogen und eingeweiht werden.

Die Raumverhältnisse sind aber bis heute sehr knapp. Etwas verbessert wurden diese durch die Erstellung eines Pavillons im Jahre 1998. Angesichts der fehlenden Turnhalle, der (für ca. 150 Kinder) viel zu knapp bemessenen Aussenanlagen und der Tatsachen, dass man die Schulräume in der Alten Schwärze nur gemietet hat und der Pavillon eine provisorische Baute ist, sowie neuer Raumbedürfnisse in der gesamten Primarschule Weinfelden, sollte die Schulgemeinde nicht darum herumkommen, in absehbarer Zeit ganz im Westen ein neues umfassendes Schulzentrum zu erstellen und in der Folge das Schulgebäude "Neue Schwärze" anderweitig zu verwenden.

Diese "absehbare Zeit" dauerte etwas länger. Nach erfolgreich durchgeführter Abstimmung kann der Neubau nun in den Jahren 2014-16 erstellt werden. Nähere Informationen...

 
Räumlichkeiten:

Luftschutzkeller
Der Luftschutzkeller kann man vom Untergeschoss her über eine verschlossene Tür erreichen. Wenn man die Treppe hinunter steigt, kann man links zwei Schränke mit Schulwandbildern, die die Lehrer für ein bestimmtes Thema brauchen, erkennen.

Untergeschoss
Wenn man die Treppe ins Untergeschoss hinuntersteigt kommt man an der kleinen Eingangstüre vorbei, die direkt auf die Wiese führt. Weiter unten entdeckt man eine Steckwand das Frauen und daneben das Herren WC.

Erdgeschoss
Wenn man ins Schulhaus tritt, steht man in einem Windfang. Von dort aus führt eine Tür in den Kindergarten und eine andere ins eigentliche Schulhaus. Sobald man zur Kindergarten Tür hineintritt, entdeckt man viele Garderobenhaken. 

Obergeschoss
Wenn man die Treppe hinaufkommt, hängen an der Wand meistens Bilder. Oben angekommen steht man in einem kleinen Gang. Links befindet sich eine Vitrine, in der ausgestopfte Vögel ausgestellt sind. 

Mehrzweckraum
Wenn man die Treppe bis zuoberst hochsteigt, kommt man in den Mehrzweckraum. Vor der Tür steht ein Klavier, das eigentlich im Mehrzweckraum sein sollte. 

 

 




 

Weitere Ansichten dieses Gebäudes
findet man unter Plan



Obergeschoss